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Die Kaffeemacherei Medebach

Kaffee ist eben Kaffee? Vergessen Sie’s! Bei der bunten Auswahl in der „Kaffeemacherei“ Medebach fällt es schwer, sich zu entscheiden. Oder wussten Sie, dass Kaffee sogar „schokoladig“ riechen kann?
Wir haben gemeinsam mit Matthias Schröder und Dominik Ricken, den stolzen Besitzern der Kaffeemacherei, den Geschmackstest gemacht und beschlossen: Nie wieder Billig-Kaffee!

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Vorab: Zu unterscheiden sind Kaffeerösterei der Familie Langen (hier wird der Kaffee geröstet) und die neue Kaffeemacherei (hier darf fleißig probiert werden). Die Kaffeemacherei bezieht Ihre Bohnen ausschließlich von der Kaffeerösterei Langen.

Sauerland-Tourismus: Herr Schröder, was ist das Besondere an der Kaffeemacherei?

Matthias Schröder: Was uns besonders macht, ist natürlich, dass man hier vor dem eigentlichen Kaffeegenuss viel herum probieren darf, sodass jeder seine „Lieblingsbohne“ findet. Man merkt ganz schnell, dass Kaffee nicht gleich Kaffee ist. Das Aroma kann fruchtig sein, schokoladig, aber auch süß-sauer.
Ganz wichtig ist uns dabei die Vermittlung von Qualitätsbewusstsein - sowohl bei der Bohne selbst, wie auch bei Röstung und Zubereitung.

Worauf kommt es denn bei „richtig gutem Kaffee“ an?

Kennen Sie das, wenn der Kaffee im Abgang einen unangenehm bitteren Geschmack hinterlässt? Das ist oft beim industriellen Rösten der Fall. Die Rösterei Langen hingegen röstet über einen längeren Zeitraum und bei verglichen niedrigen Temperaturen von bis zu 230 °C. Das führt zu einem sehr gleichmäßigen und guten Ergebnis: Die Aromastoffe können sich vollständig entfalten, die Bitterstoffe hingegen werden reduziert. Aber das alles nützt nichts, wenn die Bohne nicht taugt. Regelmäßige Qualitätskontrollen sind daher ein Muss.

Nach einem Schluck Langen-Kaffee kann ich nur sagen: Stimmt, das schmeckt man!

Wie kommt man darauf, seinen Betrieb ganz dem Kaffee zu widmen?

Dazu muss man erst einmal zwei Dinge unterscheiden: die Kaffeerösterei und unsere Kaffeemacherei.
Die Kaffeerösterei gibt es mittlerweile seit über 50 Jahren. 1959 kaufte sich Günther Langen eine gebrauchte Röstmaschine und zog mit einem kleinen Bus durch’s Sauerland. Er verkaufte seinen Kaffee quasi am Wegesrand – das war für die Zeit schon sehr ungewöhnlich. Aber der Plan ging auf und der kleine Betrieb wuchs und wurde zu einer erfolgreichen und modernen Rösterei, die auch heute noch im Besitz der Familie Langen ist. Ich selbst bin seit 2008 bei der Rösterei dabei.  Viele Kunden fragten im Werksverkauf danach, die verschiedenen Kaffeesorten auch einmal probieren zu dürfen. Da kam uns die Idee zur Kaffeemacherei, wo die Möglichkeit zu Cuppings (also Kaffeeverkostungen) gegeben sein sollte. Am Anfang war das nur eine Spinnerei, aber 2015 haben mein Geschäftspartner Dominik Ricken und ich uns diesen Traum tatsächlich erfüllt.  

Was bieten Sie in Ihrer Kaffeemacherei außer Kaffeeverkostungen noch an?

Grundsätzlich natürlich viele verschiedene Kaffeesorten, aber auch Cappuccino, Eiskaffee und Smoothies bieten wir in unserem Café an. Außerdem gibt es viele Produkte rund um das Thema „Kaffee“: Geschenkkörbe, Kappen und Hüte aus ehemaligen Kaffeesäcken oder auch Thermobecher. Wenn Sie mehr über die Herstellung und Zubereitung erfahren wollen, sind Sie bei unseren Kaffeeseminaren richtig. Nach dem Motto „Von der Pflanze bis in die Tasse“ geben wir da viele Einblicke in die Welt des Kaffees. Wer Interesse hat – einfach anfragen. Wir gehen dabei auch sehr individuell auf jede Gruppe ein.

Wenn man sich hier umschaut, sieht man viele sehr unterschiedliche Menschen unter Ihren Besuchern. Gibt es eine spezielle Zielgruppe?

Von jung bis alt, vom Chefarzt bis zum Arbeitslosen – hier zählt die Liebe zu richtig gutem Kaffee. Auch viele Urlauber, vor allem von Center Parcs in Medebach kommen zu uns.

Ihnen ist Qualität sehr wichtig. Wissen Sie, woher Ihre Bohnen kommen?

Natürlich. Die Kaffeemacherei nutzt Bohnen aus der Langen Rösterei. Und diese bekommt ihre Bohnen größtenteils von kleineren Plantagen. Dadurch hat man direkten Kontakt zu den Kaffeebauern, was hilfreich und wichtig ist. In Kooperation mit dem Kolpingwerk Paderborn unterstützen wir das Projekt „Tatico“: Es ist eine Initiative gegen die Ausbeutung von Kaffeebauern in Mexico. Früher mussten sie ihre Bohnen zu Dumpingpreisen an sogenannte „Kojoten“ verkaufen. Heute bekommen Sie einen fairen Preis – und wir im Gegenzug erhalten hochwertigen Biokaffee. Das Projekt besteht seit 1994 und heute können bereits 1000 Menschen davon leben. Klaus Langen fliegt zweimal im Jahr nach Mexico und besucht die Plantagen persönlich. Er spricht mit den Bauern – das ist ihm wichtig.

Die Kaffeemacherei ist ja noch blutjung. Gibt es schon Zukunftsvisionen?

Es wäre natürlich schön, irgendwann einmal davon leben zu können. Bisher sind wir ja noch mit einer halben Stelle in der Rösterei angestellt. Außerdem überlegen wir, eventuell noch eine zweite Filiale zu eröffnen. Und ein bis zwei Mal die Woche auch Frühstück anzubieten. Aber das ist bisher noch Zukunftsmusik.

Was war bisher Ihr persönliches Highlight in der Kaffeemacherei?

Die Zeit vor Weihnachten, als viel los war. Da hat man sich gedacht: „Ja, wir haben das Richtige gemacht“.

Kaffee begegnet Ihnen ja von morgens bis abends – hat man da nicht irgendwann „die Nase voll“ davon?

Im Gegenteil, dass man auch selbst Kaffee trinkt bleibt nicht aus. Milch und Zucker habe ich mir abgewöhnt. Wenn man ihn schwarz trinkt, schmeckt man die unterschiedlichen Aromen viel besser raus.

Die Kaffeemacherei in 3 Worten?

Hochwertig. Modern. Kultig.

Vielen Dank für das nette Gespräch.

Kontakt:
Kaffeemacherei
Oberstraße 38 a
59964 Medebach
info@kaffee-macherei.de
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