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Kulturgut Schrabben Hof und MuT-Sauerland

Das Kulturgut in Silberg ist vor allem ein Ort der Begegnung. Neben dem gemütlichen Café gibt es eine Trödelscheune, ein Backhaus, ein Museum, eine Theaterscheune uvm.. Wie es dazu gekommen ist, wer sich dahinter verbirgt und was für die Zukunft geplant ist, erzählte uns die Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin Ulrike Wessely.

Schrabben Hof
Schrabben Hof
 

Frau Wesely was verbirgt sich denn hinter MuT-Sauerland und dem Kulturgut Schrabben Hof?

Ulrike Wesely: MuT Sauerland ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Kultur im ländlichen Raum zu fördern. MuT steht für Musik und Theater.

Den Verein gibt es seit 2008 und seit der Gründung haben wir mehr als 100 Veranstaltungen mit regionalen und überregionalen Künstlern an verschiedenen Spielstätten durchgeführt. Seit 2013 haben wir unsere eigene Bühne in der improvisierten Theaterscheune auf dem Kulturgut Schrabben Hof.

Ganz besonders stolz sind wir auf unsere Jugendprojekte und dafür steht MuT-Junior. Um die Kulturarbeit bereits in jungen Jahren zu fördern, haben wir die MuT-Probe geschaffen. Hier haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihr eigenes Kulturprogramm zu schaffen und sich auf der Bühne auszuprobieren. Dann gibt es noch die Trödelkids, die nicht nur Trödel sammeln, sondern diesen auch an den Öffnungstagen verkaufen und auch im Café und im Museum mithelfen. Mit diesem Einsatz finanzieren sie ihr eigenes Kulturprogramm.

Das Kulturgut Schrabbenhof bietet neben Heimatmuseum und Jugendtreff ein nostalgisches Café, Trödelscheune, Feier-Tenne, Backes und nicht zuletzt die Theaterscheune mit einem umfangreichen kulturellen Angebot.

 

Wie ist dieses ungewöhnliche Projekt entstanden?

Ulrike Wesely: Der Schrabben Hof ist aus einem ehemaligen, leer stehenden Bauernhof, den die Gemeinde Kirchhundem 2002 kaufte, entstanden. Nach dem Kauf übernahm zunächst der örtliche MiniCartClub die Hofanlage und richtete dort mit viel Engagement ein Heimatmuseum und einen Jugendtreff ein. Beim Oktoberfest 2012 des MiniCartClubs kam mir die Idee, in der früheren Fruchtscheune des Hofes eine „Kleinkunstbühne“ einzurichten. Seit 2013 stemmen der MiniCartClub und MuT-Sauerland etliche Großevents rund um den Schrabben-Hof gemeinsam. Highlights wie Oldie-Treckertreff, der große Preis von Silbergstone mit Oldtimern aller Art, der Adventströdel uvm. erfreuen sich bei unseren Besuchern größter Beliebtheit.

 

Welche Angebote findet man im Kulturgut Schrabbenhof?

Ulrike Wesely: Das Museum, die Trödelscheune und das Café mit Biergarten sind jeden Mittwoch (Waffeltag) von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr und jeden 2. Sonntag im Monat geöffnet.

Die im Museum ausgestellten Exponate erzählen vom Leben der Menschen in einem sauerländischen Dorf und von der Geschichte des Bergbaus in Silberg. Ganz außergewöhnlich ist die Ausstellung alter Reise- und Taschengrammophone sowie die Sammlung der Kindergrammophone. Als besonderes Juwel ist das kleinste Grammophon der Welt, das „Mikiphone" zu bewundern.

Trödel ist auf dem Dachboden und in der Trödelscheune zu sehen und natürlich auch zu erwerben. Darüber hinaus finden das ganze Jahr über Veranstaltungen in der Theaterscheune und auf dem Hof statt.

 

Was hat der Schrabbenhof kulinarisch zu bieten?

Ulrike Wesely: Mittwochs ist unser Waffeltag, da können unsere Besucher leckere Waffeln in verschiedenen Variationen genießen. Am Museumssonntag gibt es Kaffee und Kuchen und je nach Jahreszeit wird gegrillt oder es gibt andere Leckereien. Mehrere Male im Jahr werden im alten Backhaus Brot und Streuselkuchen gebacken.

 

Was war Ihre außergewöhnlichste Veranstaltung im Schrabbenhof?

Ulrike Wesely: Ich denke, die außergewöhnlichste Veranstaltung waren die Dreharbeiten zu der Sendung Horst Lichters Schnitzeljagd im Sommer 2014. Als erstes hat Lichter mit einem Minicart ein paar Runden gedreht und anschließend haben wir beiden zusammen im alten Backhaus gekocht. Es gab glückliches Huhn in Wein und dazu Reibekuchen, so nennt man das Siegerländer Kartoffelbrot. Der Tag hat viel Spaß gemacht, Horst Lichter hat versucht mit unseren Trödelkids Handel zu treiben, die waren allerdings ziemlich clever. Die Sendung dazu gibt es noch in der WDR Mediathek zu sehen.

 

Wie schaffen Sie es die ganzen Projekte zu stemmen?

Ulrike Wesely: Das geht nur mit ganz viel ehrenamtlichem Engagement und der tatkräftigen Unterstützung vor allem durch die örtlichen Vereine. Wir freuen uns über jede Unterstützung sowohl finanzieller als auch personeller Art. Wir suchen dringend Leute, die sich mit unserem Projekt identifizieren können und mit anpacken.

Da wir uns auch in der Flüchtlingshilfe engagieren, haben wir auch von dort Unterstützung bekommen. Viele Flüchtlinge haben beim Umbau der Fruchtscheune zur Bühne und bei der Einrichtung des Biergartens geholfen. Die unterschiedlichen Kulturen der Flüchtlinge bereichern auch unsere Kulturarbeit und helfen uns dabei, uns multikulturell aufzustellen.

 

Wie sehen die Zukunftspläne für den Schrabbenhof aus? Was sind Ihre Zukunftsvisionen?

Ulrike Wesely: Derzeit sind wir mit dem Ausbau der Theaterscheune und der Beschaffung der finanziellen Mittel für die nötige Technik beschäftigt und hoffen sehr, dass wir dieses große Projekt mit Unterstützung der öffentlichen Hand, unserer ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer gemeistert bekommen.

Unsere Vision ist es, eines Tages mit einem festen Ensemble auf unserer eigenen Bühne Musik und Theater machen zu können.

Frau Wesely, Sie sind ja selbst Künstlerin, bleibt Ihnen denn überhaupt noch Zeit für Ihre eigenen künstlerische Arbeit? Welche Projekte sind in Planung?

Ulrike Wesely: Als Sängerin und auch im Theaterbereich hab ich in den letzten Jahren die unterschiedlichsten Projekte aufgezogen, habe mit den verschiedensten Formationen gearbeitet. Neben einer Bigband, meinem Chor und meinem Chansonprojekt, das hauptsächlich in Mainzer Raum stattfand, war ich ziemlich ausgelastet.  Das ist momentan etwas ruhiger, aber ich profitiere von den entstandenen Projekten und kann sie, wenn ich wieder etwas mehr Raum für die Kunst habe wieder aus der Schublade ziehen. Ansonsten freue ich mich auf die Begegnung mit möglichst vielen Künstlern in unserem eigenen kleinen Theater.

Vielen Dank für das nette Gespräch.

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